Wie Sie Ihre Ziele erreichen und dran bleiben, Teil 1

Ob Sie ein Fan davon sind, Ziele zu machen oder nicht.

Wahrscheinlich lassen Sie im Moment das vergangene Jahr Revue passieren.

Es gab Schönes und Schweres. Lustiges und Trauriges.

Vielleicht haben Sie nicht alles erreicht.

Dennoch hilft es, Rückschau zu halten.

Nicht nur zum Ziele erreichen, sondern um zu prüfen, ob es noch in die richtige Richtung geht.

Denn hat das Jahr erst angefangen, sind wir so beschäftigt, dass wir darauf nicht mehr achten.

Und landen anstatt in Berlin in Brunsbüttel – bildlich gesprochen

Insbesondere, wenn Sie geschäftliche Ziele haben. Früher dachte ich, ich schreibe den gewünschten Umsatz auf einen Zettel und das ist der Plan. Doch das reicht leider nicht.

Diese Ziele-erreichen-Serie handelt davon, wie Sie Ihre Zukunftswünsche in die Realität umsetzen. Unter Berücksichtigung einiger Tricks, die verhindern, dass Ihr Gehirn Ihre Arbeit sabotiert.

Los geht es…

Meine Vorsätze verpufften früher oft am 1.2., manche schon am 2.1. wieder. Gefolgt von einem Mental-Kater, weil sich das unangenehm anfühlt. Vorsichtig formuliert.

Und Ratschläge zum Ziele erreichen funktionierten bei mir nur bedingt.

Bis ich eines verstand: Es waren Einheits-Ratschläge…

Einheits-Ratschläge sind wie Einheitskleidung

Man sieht entweder aus wie eine Presswurst oder als ob man die Kleidung von Vladimir Klitschko angezogen hat.

Für das Ziele erreichen heißt das: Was bei einem großartig funktioniert, ist bei jemand anderen unbrauchbar. Und das liegt nicht automatisch daran, dass dieser andere Mensch weniger fleissig oder clever ist.

Denn Einheits-Ratschläge berücksichtigen nicht:

  • Welche zeitlichen und finanziellen Ressourcen habe ich?
  • Wie wichtig ist dieses Ziel für mich?
  • Was motiviert mich persönlich?
  • Habe ich Unterstützung oder ein Netzwerk?
  • Was kann ich gut tolerieren, was keinesfalls?

Und so weiter…

Was beim Ziele erreichen für den Einen passt, passt womöglich nicht für Sie

Hinzu kommt, dass unser Gehirn mit rationalen Vorsätzen wenig anfangen kann. Was wir als das Gehirn bezeichnen, besteht eigentlich aus drei Gehirnen, wie der Wissenschaftler Paul D. McLean nachweisen konnte.

Als wir uns entwickelten, wuchs das neue Gehirn obenauf und muss sich nun mit dem alten Reptiliengehirn und dem neueren emotionalen Gehirn arrangieren.

Das ist etwa so, als ob Sie drei Fremde in eine Besenkammer sperren und hoffen, dass die miteinander auskommen. Früher oder später kommt es zu Spannungen.

Doch es gibt etwas, das Ihren Zielen eine gute Überlebenschance garantiert.

Stellen Sie sich ein paar Fragen, bevor Sie sich auf Ihr Ziel festlegen.

Fragen helfen zu erkennen, ob Sie sich das passende Ziele für sich, für Ihre Bedürfnisse, für Ihre Vorstellung vom Glück … ausgesucht haben. Das ist wichtig für Richtung, in die Sie gehen wollen.

Denn damit fragen Sie sich nie wieder: Wie motiviere ich mich heute?

Sie haben das WARUM, dass Sie jeden Morgen aus dem Bett scheucht. Und passende Ziele sind leichter erreichbar.

Wir starten mit der ersten Frage:

Wollen Sie diese Ziele erreichen – oder noch etwas mehr?

Am Ende der Zielerreichung steht ein bestimmtes Ergebnis. Bei großen Zielen schleicht sich leicht die Hoffnung auf etwas anderes ein, für das dieses Ziel ein Platzhalter ist.

So wie ein Lottogewinn für ein glückliches Leben steht. Wir alle wissen, das ist nicht automatisch der Fall.

Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie wollen 20 Kilogramm abnehmen. (Nicht dass ich denken, dass Sie es nötig hätten …).

Was ist das Ergebnis, wenn Sie dieses Ziel erreicht haben? Einige Kleidergrößen weniger. Mehr Auswahl bei der Kleidung. Ihre Blutwerte sind besser. Sie fühlen sich gut.

Gut möglich, dass die verlorenen Kilos für mehr stehen

Für mehr Selbstsicherheit. Für einen Partner, Glück, Anerkennung.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Doch wenn wir denken, dass dieses Ziel allumfassend ist, vergessen wir anderes. Wenn wir diese Sache nicht tun, scheint alles andere in Gefahr. Wenn wir das schaffen, ist unser Leben besser. Denken wir.

Sagen wir, die Diät funktioniert.

Anfangs ist es toll. Doch irgendwann ist man an das Schlank-Sein gewöhnt. Das Leben hat sich nicht verändert. Chef und Kollegen sind noch dieselben. Jetzt sticheln sie nur an anderer Stelle.

Der alte Frust kommt wieder. Und mit ihm die Lust auf Schokolade, Chips und Gummibären.

Deshalb gibt es im neuen Jahr so häufig alte Ziele

So mancher hofft, dass sich mit dem Erreichen eines Ziels alles zum Besseren wendet. Das ist verständlich. Wir alle wollen das Happy End, am liebsten über Nacht. Aber es ist eben nur ein Traum.

Und die uncharmante Seite von Zielen erwähnt niemand.

Der Prinz bekommt die Prinzessin. Doch er bohrt in der Nase, die Schöne hat mal Blähungen und das himmlische Kind – na ja. Aber die Geschichte geht nach der Hochzeit nicht weiter, weil sie nicht mehr spannend klingt.

Das ist der Grund, warum Sie Ihr persönliches Ziel finden müssen.

Ein erreichtes Ziel bringt die Ergebnisse, die es bringt, nicht mehr

Wenn Sie Ihr Ziel nüchtern betrachten, geschieht etwas.

Sie sehen mehr Möglichkeiten, wie Sie Ihre Ziele erreichen können. Anstatt 4 x pro Woche ins Fitnessstudio zu gehen, gehen Sie nur 2 x und besuchen eine Fortbildung, um einen besseren Job zu bekommen.

Sie lernen neue Menschen kennen. Sie sind so glücklich, dass die Kilos purzeln und Ihre Verabredungen auf Rekordniveau sind.

So selbstbewusst gehen Sie die Jobsuche professioneller an. Sie bewerben sich auf eine Stelle, bei der Sie früher gedacht hätten: Das hat keinen Sinn. Und siehe da…

Wenn wir nicht mehr glauben, dass es nur einen Weg gibt, sehen wir plötzlich mehr Möglichkeiten.

Zusammenfassung

Wollen Sie Ihre Ziele erreichen, sollten Sie sicher sein, dass es sich lohnt. Ist es das richtige Ziel für Sie?

Nun sind Sie an der Reihe: Schreiben Sie Ihre drei wichtigsten Ziele auf. Fragen Sie sich: Steckt noch etwas dahinter?

Schlafen Sie eine Nacht darüber. Schauen Sie noch einmal auf Ihre Liste. (Sie wissen schon, die drei Gehirne. Bis da Einigkeit herrscht, braucht es etwas Zeit.)

Und dann gehen Sie den nächsten Schritt im 2. Teil. Dort schauen wir uns an, warum es ein Fehler ist, seine Aussteuer nicht zu kennen.

P.S. Die anderen Teile finden Sie hier: Teil 3 und hier Teil 4.

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