Ziele erreichen: Warum die Mitgift entscheidend ist

Hier ist der 2. Teil der Serie, in der wir sagen, wie Sie die größten Fallen beim Ziele setzen vermeiden.

Im ersten Teil lautete die Frage: Geht es wirklich nur um dieses Ziel – oder um noch etwas? Lesen Sie diesen Teil zuerst. 

Ziele sind in. Wer keine hat, ist ein Verlierer oder dumm oder beides. Deshalb besuchen wir Kurse. Wir wissen ja, dass alle alles erreichen können, weil die Macht mit uns ist, oder?

Jein. Es liegt in unserer Macht Dinge, die uns passieren, leichter zu nehmen. Es liegt in unserer Macht, zu entscheiden, ob wir uns von einer ungünstigen Ausgangssituation entmutigen lassen.

Das Ergebnis ist womöglich nicht die Weltherrschaft, aber wir kommen voran. Doch das machen wir uns oft unnötig schwer, indem wir falsch planen.

Ehrgeizige Ziele zu setzen ist eine gute Sache, aber…

Benötigt Ihr Ziel ein Wunder oder gesunden Menschenverstand?

Es ist kein Problem, wenn andere denken, dass Sie ein Wunder benötigen, um ein Ziel zu erreichen. Im Gegenteil.

Das lässt auf viel Mut schließen. Aber es ist eine Sache, ob Sie für das Ziele erreichen ein Wunder benötigen oder ob Sie die Gesetze von Zeit und Raum sprengen.

Womit wir bei der Frage nach der Mitgift sind…

Was bringen Sie mit, um Ihr Ziel zu erreichen?

Wenn Sie Besteck und Geschirr für 12 haben, können Sie 12 Personen zum Essen einladen. Nicht 24. Wenn Sie fünf Töpfe und vier Schüsseln haben, können Sie ein Menü kochen. Mit einem Topf – schwierig.

Wenn Sie weder Geschirr noch Töpfe haben und nicht kochen können, würde ich das Essen verschieben. Oder den Caterer anrufen…

Das ist wichtig, wenn Sie das Ziel in einem bestimmten Zeitraum erreichen wollen. (Allerdings sind Ziele, denen wir keinen Rahmen setzen, eine sehr unzuverlässige Sache…)

Ein Beispiel: Sie machen sich selbständig und wollen in einem Jahr 50.000 Euro erzielen. Das ist nicht unmöglich, hängt von einigen Randbedingungen ab.

  • Kennen Sie sich mit der Sache, die Sie anbieten wollen, aus?
  • Haben Sie gute Kontakte?
  • Kennen Sie die Basics der Kundengewinnung? 
  • Wissen Sie, wie Sie Ihre Webseite bekannt machen, damit Kunden Sie finden?
  • Haben Sie Ersparnisse und könnten Mitarbeiter für einfache Arbeiten einstellen?
  • Können Sie sinnvoll delegieren?
  • Gibt es einen sauberen Plan – was Sie wann tun wollen – damit Sie nicht den Überblick verlieren? (Mehr dazu in unserem Kurs: Plan for Profit, den es diese Woche als Jahresanfangs-Kickstart-Angebot gibt.)

Sie müssen Ihre Mitgift kennen, um das Ziel zu erreichen

Davon hängt es ab, ob Sie Ihre Ziele erreichen. Wir sehen es immer wieder in Coachings: Es reicht nicht, einfach anzufangen und dann von Facebook zu Twitter zu Podcast zu wechseln. Um dann Werbebriefe oder Gast-Artikel zu entwerfen, um Kunden zu gewinnen.

Auch Commitment allein reicht nicht aus. Es gibt uns ein gutes Gefühl, was nicht unwichtig ist. Aber das alleine bringt uns bei großen Zielen nicht weiter.

Wenn Sie ein großes Ziel haben, müssen die Fakten auf den Tisch. Sonst verlieren Sie sich zwischen den 1000 Dingen, die Sie tun könnten. Wenn da nicht die Sache mit den 24 Stunden in einem Tag wäre…

Sie müssen erkennen, was Sie tun müssen, um vorwärts zu kommen – und was Sie nicht weiter bringt.

Noch ein Beispiel.

Sie wollen 50.000 Euro Umsatz und bieten 1:1 Coaching, Beratung oder Training an:

Wie viel muss eine Stunde kosten?

Bevor Sie das ausrechnen können, müssen Sie wissen, wie viele Stunden wollen Sie arbeiten? Wie viele Leerzeiten gibt es? Sind Kurse mit mehreren Teilnehmern sinn? Wie lange dauert Vorbereitung und Vermarktung? Wie viel Zeit die Buchhaltung? Was ist mit strategischer Planung?

Wenn Ihnen jetzt der Kopf raucht, atmen Sie einmal tief durch … treten Sie einen Schritt zurück und dann:

Schauen Sie aus der Vogelperspektive auf Ihr Ziel

Denn dann erkennen Sie leichter, was Sie benötigen. Laufen Sie nicht einfach los. Das funktioniert bei kleineren Zielen, doch bei großen passiert folgendes:

Sie fangen an. Sie stoßen auf das erste Hindernis. Sie wechseln die Richtung, es ist ja noch Zeit. Sie probieren etwas anderes. Das klappt nur so la la…

Und Sie sehen im Laufe des Geschäftsjahres – das mit dem Umsatz wird eng. Das macht die Sache nicht besser und Sie werden hektisch oder ergehen sich frustriert in Facebook und Blogartikeln…

Heißt das, ich muss meine Ziele bis aufs kleinste herunterrechnen?

Nein. Das heißt es nicht.

Doch es ist eine gute Idee, auf Ihre Mitgift aufzupassen, weil Sie sonst den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. (Wieder so eine Gehirnsache. Erkennen Sie daran, dass Sie über Desaster im Rückblick sagen: “Wie konnte ich das übersehen? Wie konnte ich das machen? Wie bin ich auf diese Idee gekommen?”)

Zusammenfassung

Es spricht nichts dagegen, sich ehrgeizige Ziele zu setzen.

Im Gegenteil. Ziele sollten so gewählt sein, dass man sich etwas strecken muss, um in ihre Nähe zu kommen. Doch wenn das Ziele erreichen eigentlich komplett unmöglich wird, ist das keine gute Ausgangsvoraussetzung.

Fragen Sie sich einfach: Was habe ich, um diese Ziele erreichen zu können – und was fehlt mir?

Das ist ein guter Anfang.

Im nächsten Teil geht es darum, was Ziele kosten. Und warum es ungemein hilft, das zu wissen.

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